Rubrik Elektromobilität

+++ Ladesäule ja - und wie schafft unser Netz die Leistung? +++



Stand: 24.02.2017

Wer Vorreiter in Sachen Elektromobilität sein will, sollte sich auf diesem Gebiet beraten lassen. Kürzlich erzählte mir der Vertriebschef eines Unternehmens, dass der Geschäftsführer des Unternehmens mit seinem Tesla in einem nagelneuen Businesshotel mit einer Schuke-Steckdose und einem Verlängerungskabel konfrontiert wurde - vollständige Laden der Akkus über 20 Stunden. Interessant: das Hotel hat als Ponit of Interest mit der "Lademöglichkeit für eAutos" geworben. Der Schuss ging definitiv nach hinten los ...

Die stark wachsende Zahl an eAutos verlangt in der Dienstleistungsbranche und der Industrie nach Lösungen, denn eAutos fahren am Liebsten die Plätze an, die eTankstellen mit vernünftgen Ladekapazitäten vorhalten. Wahrscheinlich werden wir von großen schwedischen Möbelhäusern keine Schnelladesäulen mit 20 Minuten Ladezeit erwarten können, denn der Weg durch das Labyrint dauert ja schließlich 2 Stunden - plus Wartezeit an der Kasse und HotDog. Und wenn wir schon mal zum "Laden" dahin fahren, können wir ja auch mal schauen... Marketing-Überlegungen, an die man sich wohl gewöhnen muss. Von der Sparkasse oder einem Lebensmittelladen hingegen wird eher eine schnellere Ladezeit erwartet, denn das klassische Bankgeschäft dauert nicht so lange.

Aus Sicht der Liegenschaften, die eTankstellen anbieten, stellt sich vorallem die Frage, wie die Ladekapazität für eine Vielzahl von gleichzeitig etankenden eAutos gewährleistet werden kann. Der reguläre Netzanschluss wird die benötigte Last kaum abdecken. Zudem dürfte die aus dem Netz benötigte Spitzenlast recht teuer für die Liegenschaft werden.

Ein Beispiel:
Ein Hotel betreibt 10 eLadesäulen mit einer vernünftigen Ladekapazität von jeweils 22 kW. Ein Tesla benötigt hiermit ca. 2-3 Stunden, um 80% Aufladung zu erreichen. Sobald jedoch weitere Säulen gleichzeitig durch eAutos mit dieser Ladekapazität genutzt werden, regelt sich die Ladelleistung utomatisch auf wesentlich geringere Ladekapazitäten runter, weil das Stromnetz die Last für die gewünschten 22kW nicht liefern kann.

Die Lösung:
Die eTankstelle ist in das Gebäude und den gesamten Energiebedarf einzubinden. Ein großer Teil des benötigten Stroms sollte autark hergestellt werden um diesen mit Batteriespeichern im richtgen Moment und der richtigen Leistung abzurufen. Wenn dieses System zudem ökologisch ist und die Wärmeversorgung der Liegenschaft optimiert, erreicht man zusätzliche WIN/WIN-Effekte.

Der Kapitalaufwand:
Das ganze ist nicht ganz preiswert. Die Kosten können aber über E.M.E. Contracting Modelle erheblich reduziert werden. Dadurch ist weder das Eigenkapital noch die Finanzierungsmöglichkeit des Unternehmens eingeschränkt sondern bleibt für das Kerngeschäft verfügbar.

Anfragen: info@eme-development.de

24.02.2017, Markus A. Stromenger



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